Wandern mit deinem Hund: so wird die gemeinsame Wandertour in den Bergen zum Erlebnis.

Im Hundehotel Riederhof bieten wir geführte Wanderungen im Tiroler Oberland an. Jeder Hund braucht Auslauf, also rauf auf die Berge. Doch Vorsicht! Zumindest wenn du das erste Mal vorhast mit vierbeiniger Begleitung die Gipfel zu stürmen, solltest du ein paar Überlegungen im Vorhinein treffen, damit dem gemeinsamen Erlebnis in der Natur nichts im Wege steht.

Ab welchem Alter kann ein Hund zum Wandern mitgenommen werden?

Nun, grundsätzlich gilt, mit einem Hundewelpen sollte man niemals wandern gehen. Hunde brauchen ca. ein bis eineinhalb Jahre bis sie ausgewachsen sind. Wenn du vorzeitig mit einem Welpen die Berge erkundest, kann dies sehr schädlich für deinen kleinen Liebling werden, denn der Hund befindet sich noch im Wachstum. Knochen und Gelenke sind noch nicht stark genug und können geschädigt werden. Beim Wandern verhält es sich nicht wie bei einem normalen Spaziergang. Lange Strecken des bergauf oder bergab Gehens stehen an und ein noch nicht ausgewachsener Hund kann dies nicht bewältigen. Falls du dir nicht sicher bist, ob du schon mit deinem vierbeinigen Wanderkumpel losstarten darfst, ist es immer ratsam einen Tierarzt aufzusuchen.

Umgekehrt gilt es bei älteren Hunden ebenso darauf zu achten, ob diese noch bergtauglich sind oder nicht. Hier empfiehlt es sich jedenfalls keine schweren oder lange Wandertouren mehr zu gehen. Außerdem sollten Wanderungen bei sehr hohen Temperaturen nicht mehr stattfinden. Wenn dein Hund schon Gelenkprobleme hat oder ein Organleiden, solltest du ebenfalls auf Wanderungen mit deinem Hund verzichten.

Kleiner Hund in den Bergen
Mit der richtigen Vorbereitung, steht einem Wanderabenteuer nichts mehr im Weg.

Generell sind alle Rassen geeignet, um wandern zu gehen. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass die Bergtour den Verhältnissen des Hundes angepasst ist. Ein Husky wird sicherlich andere Wanderungen bewältigen können als ein Dackel. Aber grundsätzlich gilt sich mit einem Hund niemals in Gefahr zu begeben. Vermeide hohe Gipfel mit Gratwanderungen, es könnte nämlich sein, dass dein Hund Angst bekommt oder sogar abrutscht.

Welche Vorbereitungen sollte ich treffen, um mit meinem Hund wandern zu gehen?

Zunächst einmal solltest du dir Gedanken machen, wo du mit deinem Vierbeiner Wanderungen machen kannst. Nur du kennst deinen Hund am besten und weißt was er schaffen kann und was nicht. Bedenke dabei, dass nicht nur die Länge der Strecke berücksichtigt werden muss, sondern auch die Höhenmeter, die es zu überwinden gilt. Bei uns im Riederhof gibt es geführte hundefreundliche Wanderungen, die von fachkundigen Führern ausgewählt werden und für alle Hunde geeignet sind.

Bevor du das erste Mal deinen Hund zum Wandern mitnehmen willst, solltest du ihn konditionell darauf vorbereiten. Wie kann man die Hundekondition langfristig schon zu Hause steigern und trainieren?

  • Lange Spaziergänge: Du kannst zum Beispiel damit anfangen immer längere Spaziergänge zu machen und diese langsam ausweiten. Behalte dabei im Hinterkopf, dass zweimal 30 Minuten Gassi gehen noch nicht ausreicht, um eine längere Bergtour zu bestreiten.
  • Fordern und fördern: Der Hund soll gefördert und Kondition langsam aufgebaut werden. Die Spaziergänge sollten anfangs kurz sein und stetig ausgebaut werden. Kondition kommt nicht von heute auf morgen. Für Herrchen oder Frauchen ist somit auch gleich eine Sporteinheit inkludiert.
  • Überfordere deinen Hund nicht: Zeit mit deinem Hund soll sich nicht zu einem Wettbewerb gestalten, sondern eine besondere und großartige Zeit miteinander sein. Wenn du deinem Hund zu viel zumutest, dann wird er bald die Lust am Wandern verlieren. Vor allem soll die ganze Vorbereitung Spaß machen.
Hund sieht in das Tal hinunter
Bevor du mit deinem Hund wandern gehst, ist es ratsam die Hundekondition langsam zu steigern.

Muskelkater: Achtung, auch Hunde können vom Wandern einen Muskelkater bekommen. Falls du die Wanderungen zu schnell steigerst oder anfangs zu steile Strecken auswählst, kann dies bei deinem Hund Muskelkater oder im schlimmsten Fall sogar Muskelfaserrisse verursachen. Vorbeugend ist eine entspannende Massage nach einer langen Bergtour. Du kannst einen Tierarzt fragen, wie genau das funktioniert oder unsere Tier-Osteopathin und Physiotherapeutin Sabine Kohler, die uns regelmäßig besucht.

Falls du noch weitere Fragen hast zum Thema Wandern mit Hund oder schon Profi bist und Erfahrung mit Wanderungen mit deinem Hund gesammelt hast, dann schreib uns gerne unten in die Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.